Teil II
Abb. 1 - 3

 

 

Einleitung

Der Impuls zu den folgenden Seiten genealogischer Nachforschung wurde bereits im Jahre 1948 gegeben. Anlass hierzu waren die vielfältigen Erzählungen meiner Großmutter, väterlicherseits, über ihre Heimat.

Auch heute noch, nach 54 Jahren, sehe ich noch immer ihren schwärmerischen Blick vor mir, wenn sie von der Ostsee mit ihren Badeorten, wie z. B. Zoppot oder Kahlberg, sowie den Masuren, oder auch von Marienburg, ihrem Wohnsitz, erzählte. Eine dieser vielen Geschichten ist mir auch heute noch sehr tief in meiner Erinnerung, so, als ob ich diese erst gestern gehört hätte.

In den Sommerferien fuhren meine Großeltern mit ihren drei Söhnen und manchmal auch ein Cousin namens Waldemar, an die Ostsee. Hier buddelten sie im Sand, bauten Burgen, verschanzten sich und führten Kämpfe aus - Deutsche gegen Polen. Wie es das Schicksal so will, nahm der jüngere Bruder meines Vaters, Leutnant der Wehrmacht, Waldemar, Leutnant der Polnischen Armee, vor 63 Jahren in Graudenz gefangen.

Meine brennenden Fragen, was aus Waldemar geworden ist, ob er noch lebe, wurden erst 40 Jahre später beantwortet. Interessant zu erwähnen ist, dass Waldemar bereits vor dem 2. Weltkrieg von einem Europa ohne Hass, Streit und Krieg träumte. Für dieses Europa kämpfte er, so die Aussage meiner Großmutter.

Diesen Waldemar, den hätte ich gerne kennen gelernt. In meinem jugendlichen Leichtsinn schrieb ich des Öfteren, sporadisch, an Waldemar Zuzak nach Polen. Doch meine Briefe, da die Adresse unbekannt war, kamen alle zurück.

Doch ich gab nicht auf. Auf dem Dachboden meines Elternhauses fand ich etwa vor 30 Jahren in einem alten Karton einen Ahnenpass (Abb. 1-3) aus den 30-er Jahren, in dem unser Familienname verschiedene Schreibweisen aufwies.


Ziuziak, Zuziak, Zuzak

Meine Nachforschungen hier ergaben, dass dieser Name westslawischen Ursprungs mit dem Kerngebiet Südpolens und der ehemaligen polnischen Ukraine ist. Während den Revolutionen, sowie der Industrialisierung in Europa im 19. Jahrhundert versuchten viele Menschen der Gewalt und Armut zu entfliehen. Sie suchten ein neues zu Hause und fanden es z. B. in Deutschland/Preußen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Österreich, Schweiz, Slowenien, Kroatien, Bosnien und auch in Nordamerika.

Ziuziak, Zuziak und auch Zuzak, ein Wandel in der Schreibweise, der zunächst nicht ganz nachvollziehbar ist. Bis Ende des 19. Jahrhunderts und bis Anfang der 20-er Jahre des 20. Jahrhunderts wurden weitgehend alle slawischen Namen in ihrer Schreibweise durch Behörden und Ämter vereinfacht. Doch die Bedeutung der Namen blieb unverändert.

Ziuziak, Zuziak, Zuzak:
Lutscher, Sauger, Schnuller, Daumenlutscher, Knutschfleck

Diese Wandlung in der Schreibweise erfuhr auch unser Name und zwar in der gleichen Reheinfolge, wie oben aufgeführt. Wobei die Schreibweise: Zuzak für unsere Linie erst seit 1912, u. a. mit Annahme der Deutschen Staatsangehörigkeit durch meinen Urgroßvater, Gültigkeit hat.


Herkunft

In den Anfängen meiner Nachforschungen war ich zunächst auf die wenigen Dokumente aus dem alten Karton auf dem Dachboden meines Elternhauses angewiesen. Neben dem bereits erwähnten Ahnenpass fand ich eine Taufurkunde meines Urgroßvaters (Abb. 4) und ebenso eine bereits angefangene Ahnentafel (Abb. 5), deren Urheber ich bis dato nicht ermitteln konnte.

Diese beiden Dokumente waren u. a. ausschlaggebend mich mit der wechselvollen Geschichte der Pommeranen, Kaschuben und Pruzzen, sowie mit den Staaten Deutschland und Polen zu beschäftigen. An dieser Stelle möchte ich mich nicht in historischen Details verlieren, da diese in Geschichtsbüchern nachgelesen werden können.

Von großer Bedeutung in diesem Zusammenhang war für mich das soziale Umfeld meiner Vorfahren. Wer waren ihre direkten Nachbarn? Eine Karte aus dieser Zeit (Abb. 6) konnte mir ein wenig den Eindruck hierüber vermitteln.

Groß Kommorsk, s. Abb. 7, liegt im NNW von der Stadt Graudenz/Weichsel und etwa fünf km östlich von Warlurbien. Zur damaligen zeit lebten hier etwa 70% Deutsche und 30% Polen friedlich nebeneinander.

Ur-urgroßvater gehörte, s. Abb. 6, zur Landbevölkerung. Er war, so würden wir heute sagen, ein kleiner Grundbesitzer, Käthner. Er war also im Besitz eines kleinen Stück Landes mit einem kleinen Haus, Kate, darauf.

Gewöhnlich war das Land in dieser Gegend Eigentum eines Herzogs aus Brandenburg oder Pommern. Doch durch gewandtes Benehmen, mutiges Verhalten im Kriege, oder indem man für den Herzog besondere Dienste erwies, war es durchaus möglich ein kleines Stück Land zu bekommen auf dem man genügend Gewinn erzielen konnte, um so weitere Grundstücke zu erwerben, und zwar so lange, bis sie ein eigenes Haus, eigene Pferde und ebenso einfaches landwirtschaftliches Gerät besaßen, um sich selbst versorgen zu können. Im Laufe der Zeit kamen die kleinen Grundbesitzer auch zu Geld und konnten so den Lebensstandard ihrer Familie erheblich verbessern.

Kaufleute und Handwerker lebten in den Städten. Sie besaßen eigene Läden, in denen sie ihr Gewerbe ausübten.

Urgroßvater lebte in Graudenz und betrieb hier eine eigene Schneiderei. Er nähte und schneiderte Uniformröcke für das Deutsche und ebenso für das Polnische Militär, so die Erzählungen meiner Großmutter und meines Vaters.

Das folgende Foto zeigt Urgroßmutter mit einer ihrer beiden Töchter vor ihrem Anwesen in Graudenz, welches auch die Schneiderei (rechtes Haus) beherbergte.


Fundgruben

Ende der 70-er Jahre fand ich einen weiteren Karton auf dem Dachboden meines Elternhauses mit wichtigen Dokumenten, s. Anhang, die mich ermutigten schriftlichen Kontakt zum Pfarramt in Groß Kommorsk aufzunehmen, um mögliche Daten aus den dortigen Kirchenbüchern über meinen Ur-urgroßvater und möglicherweise über seine Eltern zu erhalten. Aufgrund der damaligen politischen Situation zwischen Ost und West erhielt ich jedoch keine Antwort. Der Genealogische Verein für Familienforschung in Westpreußen teilte mir mit, dass er über keinerlei Daten der Familie Zuzak verfüge und auch keine Anhaltspunkte, Archive, kennen würde, die man in Anspruch nehmen könnte. Bedauerlicherweise ist mir dieses Antwortschreiben, durch einen Wohnungswechsel abhanden gekommen.

Neue Wege

Mitte der 80-er Jahre sollte die Flaute bei meinen Nachforschungen und Suche nach Waldemar eine Wende nehmen. Auf Raten einer guten Bekannten, die erst kürzlich aus Polen flüchtete und hier in der Bundesrepublik um Asyl bat, riet mir, mich in dieser Angelegenheit an das Polnische Konsulat zu wenden. Mit nur wenig Hoffnung im Inneren wendete ich mich dann im Juli 1985 mit der Bitte, bei der Suche von Waldemar behilflich zu sein, an diese Behörde. Fast ein halbes Jahr verging, ohne auch nur das Geringste zu hören. Zwischen den Jahren, also die Zeit zwischen Weihnachten und dem Neuen Jahr, erhielt ich überraschender Weise eine Zahlungsaufforderung über einen Betrag i. H. v. DM 30,00 ohne weiteren Kommentar zugeschickt. Ich muss gestehen, dass ich sehr verwundert war und nur zögerlich die Forderung überwies. In der zweiten Januarwoche des Jahres 1986 erhielt ich dann direkt aus Warschau einen Brief, den es mir tatsächlich gelang, trotz meiner wenigen Kenntnisse in Polnisch, zu übersetzen. Waldemar war gefunden! Doch bedauerlicher Weise konnte er, bedingt durch 10-jährige Krankheit, keinen Kontakt aufnehmen.

Allerdings hätte sein Sohn, Andrzej, großes Interesse mit uns Kontakte zu pflegen.

Nach einer langen Vorbereitung, Reisepässe, Visa Zollbestimmungen, Devisenwechsel, etc. begaben wir uns dann in den Osterferien nach Polen.

Zusammen mit Andrzej begaben wir uns dann auf die Spuren unserer gemeinsamen Vorfahren.

Unser gemeinsames Ziel war das Pfarrhaus von Wielki Komorsk, denn hier hofften wir Einblick in die Kirchenbücher zu erhalten. Vielleicht hätten wir uns anmelden sollen, denn unser Besuch war für den damaligen Pfarrer sehr überraschend. Er nahm sich ca. eine halbe Stunde Zeit und nachdem wir ihm eine Spende von 50,00 DM hinterlassen hatten, versprach er, uns Auszüge aus den Kirchenbüchern auf dem Postwege zukommen zu lassen. Doch in den darauf folgenden 16 Jahren blieb uns dieser Pfarrer eine Antwort schuldig. Nach dieser Kurzvisite verweilten wir noch etwas in der Kirche (Abb. 10) zu Kommorsk, in der unsere Urahnen getauft wurden und auch zur Kommunion gingen.

Anschließend suchten wir auf dem ältesten Teil des Friedhofs nach Spuren der Vergangenheit. Eine ältere Bewohnerin von Wielki Komorsk, die wir hier trafen, konnte uns zwar auch keine Auskunft geben, doch sie verwies uns an eine schon recht alte Frau, die

etwas außerhalb vom Ort lebte. Wir führen also im Ort in Richtung Graudenz und bogen dann die letzte Straße rechts rein.


Nach etwa 200 Metern erreichten wir ein kleines Haus, in dem die alte Frau wohnte. Im Gespräch stellte sich heraus, dass sie schon 96 Jahre alt war und sie konnte sich an den letzten Ziuziak, Zuziak oder Zuzak erinnern. Der Vornahme von diesem war ihr leider nicht mehr geläufig. Sie konnte uns genau den Weg beschreiben, in welchem Haus er einst wohnte. Sie berichtete uns auch, dass das Haus (Abb. 11 + 12) in den 50-er Jahren einem Brand zum Opfer fiel, doch dann genauso wieder aufgebaut wurde.

Da standen wir nun vor dem Haus Nr. 31, welches möglicherweise einmal dem Besitzer, Käthner, Piotr Ziuziak (Peter Zuzak) gehörte.
Gerne hätten wir mal einen Blick hineingeworfen, doch die Bewohner waren leider nicht anwesend.

Unser Weg führte uns dann weiter nach Marienburg, wo einst meine Großeltern mit ihren Söhnen lebten. Die Nogat überquerend sahen wir das gewaltige Schloss (Abb. 13).

In der Stadt angekommen versuchten wir den möglichen Standort des Elternhauses (Abb. 15) meines Vaters zu ermitteln. Dabei gingen wir ganz geschickt vor. Wir überlappten einen neuen Stadtplan mit dem einer alten Ansicht in gleicher Größe und so gelangten wir in die Straße (Abb. 15), wo einst das Haus stand.

Nach diesem sehr deprimierten Eindruck verließen wir Marienburg und fuhren in nordöstlicher Richtung. Wir durchfuhren eine Landschaft, die vor 60 Jahren stehen geblieben schien, unberührte Natur, das Paradies auf Erden. In den Dörfern, fast auf jedem fünften Haus brüteten Störche, glasklare Seen links und rechts der Straße. Unser Ziel war Heilsberg (Litzbark Warminski). Hier sollte endlich, nach so vielen Jahren, ein Wunsch in Erfüllung gehen. Hier sollte ich Waldemar treffen.

Endlich, nach drei Stunden Fahrt, war es soweit. Wir standen vor einer Wohnungstüre eines Mehrfamilienreihenhauses. Auf dem Türschild konnte ich ganz deutlich lesen: Zuzak. Wir klingelten. Andrzejs Mutter, Tante Irena, öffnete die Tür. Der Empfang war herzlich. Den Moment, als ich dann Onkel Waldemar sah, war für mich ergreifend. Bereits seit zehn Jahren lag er im Bett und wurde seitdem von seiner Frau gepflegt. Ihm ging es nicht immer so gut, wie in den drei Tagen, die wir hier sein durften.


Um ihn nicht zu sehr zu belasten, unterhielt ich mich mit ihm morgens und auch nachmittags jeweils nur zehn Minuten. Wir sprachen über meine Familie und deren Werdegang nach dem 2. Weltkrieg und er erzählte mir auch aus der Zeit von davor, über seine politische Einstellung, die u. a. durch seinen Beruf, Richter und Notar, aber überwiegend durch sein soziales Umfeld, Polen und Deutsche, geprägt wurde.

"Gerne hätte ich ein vereinigtes und friedvolles Europa, für das ich immer gekämpft habe, kennen gelernt und erlebt. Junge, wenn du die Möglichkeit hast, dann führe Du im Westen das fort, was ich hier im Osten nicht erreichen konnte", so die Bitte von Onkel Waldemar.
Anm.: Dieser Bitte bin ich bis dato auf kirchlicher Ebene, nicht auf der politischen nachgekommen.

Die Wende hat er nicht mehr erlebt. Waldemar starb am 22. März 1989.

Bereits Ende der 70-er Jahre hatte ich sporadisch Kontakt mit Waldemars Schwester, Charlotte, die in Sondershausen, DDR, wohnte. Bezüglich ihrer familiären Vergangenheit gab sie nichts Preis und sie war es auch, die den Kontakt zu uns einstellte. Tante Charlotte verstarb am 14.07.1986 und Andrzej wurde seitens der Behörden beauftragt nach ihrem Tode die Wohnungsauflösung vorzunehmen. Bei ihren ganz persönlichen Sachen fand Andrzej einen kleinen Zettel (Abb. 16), der ein wenig Licht in das Dunkel unserer Vorfahren bringen sollte.

Doch die Zeit war wohl noch nicht reif genug um weitere Quellen in Ost und West zu erschließen. Ganz gleich, welche Anstrengungen ich auch unternahm, sie verliefen bedauerlicherweise alle im Sande.

Erst 14 Jahre später wagte ich mich nochmals in den Dschungel meiner Vorfahren. Ich muss gestehen, dass mir hierbei Kommissar Zufall, ein Telefon- und Adressenverzeichnis der Bundesrepublik auf einer CD, sehr hilfreich war und mich auf eine neue Idee brachte. Beim Durchblättern dieser fand ich nicht nur den Namen Zuzak, nein, sondern auch den Namen Zuziak. Vor lauter Begeisterung rief ich sofort alle diese Zuziaks, sechs an der Zahl an, doch wie das Schicksal es so will, ging niemand ans Telefon. Darauf verfasste ich einen Rundbrief, mit dem Inhalt, dass unsere Familie ursprünglich in Groß Kommorsk ansässig war.
Nach drei Wochen erhielt ich von Zweien telefonisch eine Rückmeldung, dass sie aus dem Raume Krakau stammen würden. Und einer dieser angeschriebenen Zuziaks meldete sich nach einer weiteren Woche schriftlich und teilte mir mit, dass sein Großvater aus Groß Kommorsk komme.

Die Überraschung für mich war groß. Wir tauschten Dokumente und auch Fotos aus. Doch irgendwelche Ähnlichkeiten zu unserer Familie konnte ich nicht feststellen. Und da unser Name doch häufiger ist, als angenommen, waren wir der Ansicht, dass es sich bei diesem Teil von Zuziak, um eine andere Linie handele. Trotz alle dem, tauschten wir Kopien von Geburts- und Heiratsurkunden unserer Vorfahren aus. Ein familiärer Zusammenhang konnte nicht festgestellt werden.

Im darauf folgenden Jahr im Sommer fuhr Karol Zuziak, so sein Name, nach Polen um vor Ort im Pfarrhaus von Komorsk in den Kirchenbüchern zu stöbern. Außer den bereits bekannten Date fand er nichts, nicht einmal einen Hinweis über seinen Großvater Michal. Allerdings erhielt Karol eine interessante Neuigkeit, die man bei unserem dortigen Besuch vor 15 Jahren verschwiegen hatte. Nach dem 1. Weltkrieg wurden einige Kirchenbücher in das Bischöfliche Zentralarchiv nach Regensburg ausgelagert.

Zeitgleich, Anfang August 2001, schrieb ich nach Wielki Komorsk und auch nach Regensburg. Ich wollte einfach wissen, welche Daten über Ziuziak, Zuziak und Zuzak überhaupt noch existent sind.


Bereits im Dezember erhielt ich einen Brief vom Pfarramt aus Komorsk, der sämtliche Vornamen mit Geburtsdaten der Kinder, von Kasimir enthielt.


Im Juni 2002 erhielt ich dann das lang ersehnte Antwortschreiben aus Regensburg, mit den Kindern des Peter Zuzak. Zu meiner Überraschung tauchte hier ein Michael (Michal) auf, der wie nun feststand, der Großvater von Karol war. Mitte November erhielt ich ein weiteres Schreiben aus Regensburg, dessen Daten nicht so erwähnenswert sind, aber zusammen mit den bereits erwähnten Daten aus Komorsk und Regensburg als Ergebnis im Anhang in der beigefügten Ahnentafel ersichtlich sind.

Im Sommer 2002 war Karol ein weiteres Mal in Komorsk. Er hatte mehr Glück, als wir vor 16 Jahren und traf die Bewohner von Haus Nr. 31 an. Karol ließ sich unter dem Vorwand der Suche nach seinen Vorfahren die Katasternummer dieses Hauses geben, da er wissen wollte, ob es sich tatsächlich um die ehemalige Kathe von Peter Zuzak handele. Mit diesen Daten fuhr er dann nach Schwetz zum Katasteramt. Hier fand er den Beweis. Das Haus Nr. 31 (Abb. 11 + 12) gehörte tatsächlich seit 1844 seinem Urgroßvater und meinem Ur-urgroßvater Peter Zuzak. Dieser über ließ das Haus seinem ältesten Sohn Michal und der wiederum verkaufte es 1928 an eine Familie Werner, die allerdings nie einen Zlotti für das Anwesen bezahlt haben. Wie die heutigen Bewohner zu diesem Hause gekommen sind, konnte nicht geklärt werde. Der letzte Eigentümer im Grundbuch lautet Michal Zuziak.


Nachwort

Soweit zu den genealogischen Nachforschungen der Familie Ziuziak, Zuziak und Zuzak. Die uns zugänglichen Archive und Möglichkeiten weiterer Nachforschungen sind ausgeschöpft. Ob wir jemals etwas über Kasimir Zuzak, geb. ~1755, etwas erfahren werden, das müssen wir dem Zufall überlassen.

Zu erwähnen sei noch Andrzej Zuziak, Abb. 18, der in Manchester, England, die Nachkommen der Polnischen Exilregierung des 2. Weltkrieges, als Priester betreut. Seine Kontakte mit ihm ergaben, dass sein Urgroßvater Anfang des 19. Jahrhundert nach Amerika ausgewandert ist und sein Großvater Ende des Weltkrieges I nach Polen, in den Raum Krakau zurückkehrte, wo seine Familie ursprünglich auch her kam. Leider konnte er mir, trotz seiner Nachforschungen keine weiteren Angaben machen. Doch musste ich mit Erstaunen feststellen, welche Ähnlichkeit zu meinem Großvater, Abb. 17, besteht, die eine eventuelle Verwandtschaft erahnen lässt.

Danken möchte ich an dieser Stelle all denen, die durch Wort und Tat dazu beigetragen haben mit ein wenig Licht das Dunkel unserer Ahnen zu erhellen.


Guldental, 30.12.2002

Manfred Zuzak

 

Archive

1. PARAFIA RZYMSKOKATOLICKA
p.w: sw: Bartlomieja Apostola
PL-86-161 Wielki Komorsk
ul. Warlubska 4


2. Bischöfliches Zentralarchiv Regensburg
St. Petersweg 11 - 13
D-93047 Regensburg


3. Karol Michal Zuziak, verstorben 2014


4. Manfred Zuzak
Nonnenwiese 8
D-55452 Guldental


 

 

 

 

Abb. 4 - 7

Abb. 11 - 12

Abb. 13 - 15
Abb. 17 + 18